Frenemy Society – Ars Moriendi (VÖ 02.11.2019)

Bandbesetzung:

Patrick (Screamo, Growls)
Andreas (Rap, Screams)
Henry (Gitarre)
Mario (Gitarre)
Marco (Schlagzeug)

 

Tracklist:

  1. Wake Up
  2. The Beauty and the Truth
  3. Prom Night
  4. We Are feat. David (Choke Pear)
  5. The Darkness
  6. Interlude
  7. Shizophrenic
  8. Insanity of Love to Hate
  9. Mind=Less feat. DID (Candero)
10. Antigonish
11. Unendlich
12. Lass mich los

Hast du Lust auf etwas Besonderes? Dann hör' dir das Album "Ars Moriendi" von Frenemy Society an...

Man könnte meinen, Frenemy Society hätten die Corona-Kriese vorhergesehen, als sie ihrem Album den Namen Ars Moriendi gaben. Wer jetzt spontan damit nichts anfangen kann, dem werde jetzt geholfen.

Ars Moriendi ist eine im Mittelalter entstandene Literaturform, welche die Christen in Anbetracht vieler Seuchen auf einen heilsamen bzw. guten Tod vorbereiten sollte.

Über den Bandnamen denke ich auch schon eine ganze Weile nach. Wofür steht das Kunstwort Frenemy? Ist es ein Oxymoron aus Friend und Enemy? Heißt es womöglich „Friendly Enemy“? – Ich weiß es nicht. Vielleicht finden wir es ja irgendwann einmal bei einem Interview heraus. 😉

Das erste Lied auf der Scheibe trägt den Namen Wake Up. Vor dem Hintergrund, dass ich vorher noch nie etwas von der Band hörte, dachte ich mir „wird schon nix dolles sein“ – aber weit gefehlt. Bereits die ersten Takte dieses Liedes rissen mich mit.

Der Mix aus deutschen und englischen Texten, sowie die Verwendung von Rap-Einlagen bilden in Kombination mit Metalcore, Crossover, Punk – und ich meine auch ein wenig Funk herausgehört zu haben – eine unerwartet gute Harmonie.
In ihrer Biografie schreiben Frenemy Society, dass sie sich nicht um gängige Genreschubladen kümmern, und genau das hört man auch heraus.

Musikalisch erinnern sie mich passagenweise an die Bands Haeven Shall Burn, KoRn, Limp Bizkit, Papa Roach, Linkin Park sowie Korben Dallas.

Für mich als durchaus auch Liebhaber klassischer Musik, im Besonderen von Klavierkonzerten, fand ich Lied Nummer sechs namens Interlude sehr interessant. Es ist bei weitem nicht mit den Werken der großen Meister der neumittelalterlichen und neuzeitlichen klassischen Musikgeschichte zu vergleichen – dennoch versetzten mich diese zwei Minuten und 31 Sekunden in einen träumenden und sinnenden Zustand.

Ob es – ich nenne es mal zwischengeschoben – inmitten des Albums gut platziert ist, darf jeder für sich selbst entscheiden. Ich könnte es mir als krönenden Abschluss besser vorstellen.

Direkt danach geht es brachial bretternd mit tiefen Gitarren und harten Drums weiter.

Wer dann noch so ein richtig – also so richtig melodisches Lied vermisst, der findet es in Titel Nummer 12. Lass mich los nennt er sich und ist, mal abgesehen von Interlude, etwas melancholischer als die anderen Lieder. An Lass mich los wurde ein sogenannter Hidden Track angehangen.

Dieser ist rein Instrumental und nicht ganz eine Minute lang.

Meine Bewertung:

4.5/5
Euer Haerbaert für Evil-Rock.de
Haerbaert
Admin
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