Dark The Suns – „Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä“ (Vö. 09.04.2021)

Label: Inverse Records

Genre: Melodic Metal

Kaum ein Land der Welt wird schneller mit Metal in Verbindung gebracht als Finnland. Wenn man dort also zu den legendären Bands dieser Musikrichtung zählt, muss man schon ganz schön was auf dem Kasten haben.

Falls sich jetzt jemand fragt, warum sie noch nie etwas von Dark The Suns gehört haben obwohl es doch finnische Legenden sind, das liegt vermutlich daran, dass die Band seit ihrer Gründung 2005 nur drei Alben veröffentlichten und seit 2013 inaktiv war.

Im vergangenen Jahr hatten die Musiker allerdings wieder Bock und riefen Dark The Suns zurück ins Leben, um mit den Arbeiten an ihrem vierten Album zu beginnen.

Musikalisch richten sie sich dabei nicht neu aus, sondern machen das, was sie immer gemacht haben. Klassischer, finnischer Melodeath Metal, unterlegt mit Gothic-Keyboards und darüber brachiales Growlen.

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  • Line up
  • Mikko Ojala- Vocals, Guitars, Drums
  • Inka Ojala – Bass, Keyboards

Trackliste

  1. Spirit in the Dark
  2. Everywehre
  3. Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä
  4. Hope in our Hands
  5. The Secrets of Time
  6. Seeker
  7. Storm and Fire
  8. Taivas Itki Tulta
  9. Shadows of the Void
  10. Enkelsiipi

Das Album hat mit Spirit in the Dark direkt einen imposanten Opener, nach genau dem oben genannten Rezept. Damit ist die Ausrichtung des Albums gleich klargestellt.

In ähnlicher Weise kommt auch Everywhere daher. Allerdings wurden hier die Gothic-Einflüsse etwas in den Vordergrund gestellt, wodurch der zweite Track weniger brutal, dafür etwas melodischer daher kommt.

Geigen leiten den namensgebenden Song Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä ein. Nach ruhigem Auftakt, geben Dark The Suns hier dann allerdings Vollgas. Das Ganze wird durch eine gesungene Hintergrundmelodie allerdings wieder etwas aufgelockert.

Hope in our Hands beginnt zum Titel passend mit einer ruhigen, fast hoffnungsvollen Melodie, welche sich durch den gesamten Track zieht und im klaren Kontrast zum brutalen Gesang steht.

The Secrets of Time wurde bereits als Single ausgekoppelt. Zudem gibt es zu diesem Song ein Video mit dem die beeindruckende Landschaft des winterlichen Finnlands gezeigt werden soll.

Die wohl schnellste Nummer des gesamten Albums dürfte Seeker sein. Der Schwung des Liedes wird lediglich zwischendurch in kurzen Sequenzen gebremst, nur um dann mit voller Härte zurück zu kommen.

Danach wird es mit Storm and Fire wieder etwas melodischer. Die größte Stärke dieses Songs ist seine dichte Atmosphäre.

Nun verfällt das Duo wieder ins Finnische, mit Taivas Itki Tulta. Dieser Song erinnert stellenweise ein wenig an ihre bekannten finnischen Kollegen von Nightwish, allerdings nur bis Ojalas brutaler Gesang einsetzt.

In Shadows of the Void wechseln sich sehr ruhige Teile wieder mit besonders harten Parts ab. Zum Ende des Albums hin noch mal ein Song voller Kontrast.

Zum Schluss kommt dann noch mal eine etwas ruhigere, von Pianomelodien dominierte Nummer auf Finnisch. Mit Enkelsiipi gibt es einen stimmungsvollen Ausklang, der zum Rest des Albums fast entspannt wirkt.

Abschließend lässt sich sagen, mit Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä haben Dark The Suns das Rad nicht neu erfunden, aber sie wissen, wie man es dreht. Wem Melodic Death Metal der klassisch, finnischen Art mag, der darf ruhig mal einen Blick riskieren. Auch Fans von Gothic Metal der härteren Gangart dürften auf ihre Kosten kommen. Wer dieses Machwerk allerdings genießen will, darf sich nicht daran stören, dass man alles auf die eine oder andere Weise schon mal gehört hat.

3.5/5
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